Geschichte

Geschichte der Wasser-Korporationen bis zur Gründung der Wasserversorgung WDM Wiesen – Dreien - Mühlrüti

Mann DrehschieberWasserversorgung Wiesen (Präsident bis 2012 Heinz Güntensperger)

Bis 1959 hatte Wiesen keine Wasserversorgung. In trockenen Monaten bestand immer Wassermangel. Speziell das Schulhaus war davon betroffen. So gründete der Schulrat unter der Leitung von Otto Bürge 1959/60 die Wasserkorporation Wiesen
und baute ein Reservoir in der Kohlwies mit Hydrantenleitungen. Seit 1987 ist Heinz Güntensperger Präsident. Kassier der WK Wiesen war immer jener der Schulgemeinde, also Georges Wohlgensinger.
Wassermenge und -qualität liessen weiter zu wünschen übrig. Deshalb entschloss sich die Korporation 1988, das Pumpwerk Nohthüsli zu bauen. Das Hydrantennetz wurde laufend ausgebaut. Der Verwaltungsrat hat immer ehrenamtlich gearbeitet.

Wasserbezüger: bis 1987 10 Haushalte, im 2012 19 Haushalte.
Neu wären ab 2012 Fürschwand und Wohlgensingen dazu gekommen. Dies war aus wirtschaftlichen Gründen für die Wasserversorgung Wiesen nicht tragbar.

Wasserkorporation Dreien (Präsident bis 2012 Toni Gübeli)

1964/65 wurde das neue Schulhaus Dreien gebaut. Dies war der hauptsächliche Grund, dass 1965 die Wasserkorporation Dreien gegründet und die Wasserversorgung Dreien gebaut wurde. Die hochwertige Grundwasser (Quellwasser-)- Fassung beim Gonzenbach bringt 400 l/min. Die Wasserqualität war und ist einwandfrei. Aktuell ist diese Fassung ins Projekt „ Qualitätsüberwachung der Grundwasser im Kanton St.Gallen" integriert. Während 25 Jahren werden jährlich zwei Proben gefasst und bis ins Detail untersucht.
Die Wasserversorgung wurde 1978 bis zum Weiler Schönenberg erweitert. Der Anschluss der Wasserkorporation Mühlrüti ab Reservoir Schönenberg folgte 1994. Der Leitungszusammenschluss mit der Dorfkorporation Mosnang durch den Bau der Hochzone Haaggen wurde 1998 realisiert. Im Jahr 2000 demissionierte Josef Fust sen. als Präsident der Korporation. Er hatte die Wasserversorgung während 36 Jahren massgeblich geführt und geprägt. Seit 2001 wird der Wasserkorporation Mühlrüti das gesamte Wasser geliefert.

Wasserkorporation Mühlrüti (Präsident bis 2012 Willi Senn)

Die erste Zweckbesprechung für eine zukünftige Wasserversorgung in Mühlrüti fand bereits am 17. November 1940 statt. Erste Priorität hatte der Feuerschutz, die Trinkwasserversorgung stand an zweiter Stelle. Verschiedenste Anstrengungen wurden unternommen, um dieses Riesenprojekt finanzieren zu können: Subventionen wurden beantragt. Nach verschiedenen Absagen reiste eine Dreierdelegation, Präsident Albin Senn, Aktuar Lehrer Otto Zuber und Gemeindepräsident Albert Kläger, nach Bern (Meliorationsamt) und hatte Erfolg. Mit einer Subventionszusicherung von 40% reisten sie zurück nach Mühlrüti. Die Gründung der Wasserkorporation Mühlrüti war am 3. April 1949. Am 11. Dezember 1950 war die 1. Etappe, Dorf - Bennenmoos fertig gestellt, Breitenmoos – Neuhaus wurde in Angriff genommen. Anfangs gab es keine Wassermesser (Wasseruhren).
Ab 1950 musste die WAKO vom Gemeinderat die Aufgabe der Kehrichtablagerung übernehmen. Ab 1962/63 wurden Wasseruhren eingesetzt. 1965 wurde beim Killberg Wasser gefasst, im Bennenmoos wurde Wasser für eine Reserve gefasst.
1971 wurde ein Zusammenschluss mit der Elektro-Gesellschaft und der Dorfkorporation Mosnang als ungünstig beurteilt und beiseitegelegt. 1994/ 95 wurde die Verbindung mit dem Reservoir Schönenberg (Dreien) gebaut und das Gebiet Ricketschwendi bis zur Ebni erschlossen.

Entstehung der Wasserversorgung WDM

Am 13. November 2007 findet die erste Sitzung über die Versorgung des Gebietes Fürschwand und einer allfälligen Zusammenarbeit der Korporationen Mühlrüti und Wiesen statt. Es wird schnell klar, dass ein grossräumiger Zusammenschluss sinnvoll wäre. Am 23. April 2008 findet eine Besprechung der heutigen Ausbauvariante statt. Beteiligt sind Paul Fischer GVA, Bernhard Graf Gemeindepräsident, Heinz Güntensperger Wiesen, Toni Gübeli Dreien, Willi Senn Mühlrüti und Peter Bürge DKM Mosnang.

02.12.2008

Die Zusicherung der Kantons und Bundessubventionen trifft ein.

02.06.2009

Sitzung aller Präsidenten der Wasserversorgungen der Gemeinde Mosnang. Toni Gübeli, Andreas Ott von der Wako Dreien, Ewald Kessler, Mathias Gämperle, Chläus Raschle als Vertreter der DK Libingen, Patrick Brändle, Peter Bürge von der DK Mosnang, Heinz Güntensperger und Gallus Roos, Vertreter der Wako Wiesen, Willi Senn, Franz Hollenstein von der Wako Mühlrüti nehmen an der Sitzung teil. Es wird erkannt, dass die zunehmenden gesetzlichen Anforderungen die kleinen Korporationen an die Grenzen der technischen und personellen Möglichkeiten bringen. Die Organisation muss professionalisiert werden. Eine Zusammenarbeit wird von allen Beteiligten begrüsst.

29.09.2009 Sondierungsgespräche mit der DKM finden statt. Es stellt sich heraus, dass nicht alle Wasserbezüger bei der DKM stimmberechtigt sind, das Versorgungsgebiet ist nicht deckungsgleich mit dem Korporationsgebiet.
10.02.2010

Die Verantwortlichen aller Wasserversorgen in der Gemeinde Mosnang treffen sich zu einer Sitzung zum Thema Zusammenarbeit und Fusion.
Anwesend sind ebenfalls der Gemeindepräsident B. Graf, B. Schaible der Fusionsverantwortliche des Kantons, sowie P. Fischer von der Gebäudeversicherung. Am Schluss der Sitzung ist klar, dass die drei Wasserkorporationen Wiesen, Dreien, Mühlrüti und die Gebäudeversicherung eine zukunftsorientierte Lösung nur in einer einzigen, professionell geführten Organisation innerhalb der Gemeinde sehen. Libingen will selbständig bleiben, da sie erst vor 16 Jahren das gesamte Versorgungsnetz erneuert haben und jetzt auch Wasser an andere Korporationen verkaufen können.
Die Dorfkorporation Mosnang sieht die Möglichkeit nur in einer technischen Zusammenarbeit, sie befürchtet bei einer Fusion einen höheren Wasserpreis. Sie ist der Meinung, dass das Betreiben ihrer jetzigen Organisation mit Wasser, Strom und TV für sie ideal sei.
Somit ist klar, dass die drei Korporationen Wiesen, Dreien und Mühlrüti die Fusionsverhandlungen alleine weiterführen werden. Die Vereinigung der Wasserkorporationen Mühlrüti, Dreien und Wiesen ist nun eine logische Folge einer jahrelangen guten Zusammenarbeit. Mit der Vereinigung im kleineren Rahmen soll die Versorgungssicherheit mit Trink- und Löschwasser erhöht und ausgebaut werden. Durch eine grössere Organisation will man die stetig steigenden Ansprüche und Vorschriften meistern.

Am 18. März 2011 stimmten die Stimmberechtigten der Wasserkorporation Mühlrüti, am 31. März 2011 die Stimmberechtigten der Wasserkorporation Dreien und am 12. Juli 2011 die Stimmberechtigten der Wasserkorporation Wiesen in einer Grundsatzabstimmung der Einleitung des Vereinigungsverfahrens zu.
Am 04. November 2011 stimmten die Stimmberechtigen der Wasserkorporation Mühlrüti, am 25. November 2011 diejenigen der Wasserkorporation Wiesen und am 29. November 2011 die Stimmberechtigten der Wasserkorporation Dreien dem Vereinigungsbeschluss zu.

6. März 2012

Die Bürger der drei Korporationen, Wiesen, Dreien und Mühlrüti genehmigen im Restaurant Post Dreien die Korporationsordnung der Wasserversorgung WDM (Wiesen – Dreien - Mühlrüti). Mit diesen Zustimmungen ist die Wasserversorgung WDM (Wiesen – Dreien - Mühlrüti) gegründet. Am 17. Juni 2012 wird an einer Urnenabstimmung der Verwaltungsrat der Wasserversorgung WDM (Wiesen – Dreien - Mühlrüti) gewählt.

Präsident: Willi Senn
Kassierin: Sandra Lenherr
Brunnenmeister: Alex Scherrer
QS-verantwortlicher / Vizepräsident: Wendelin Brägger
Techniker / Ableser: Stefan Meile
Aktuar: Marcel Jent (darf nicht VR-Mitglied sein)
GPK: Karin Koch
Bruno Bamert
Eugen Widmer


 
Am 15. Sept. 2012 genehmigt der VR das Wasserreglement und den Gebührentarif. Am 16. Nov. 2012 findet die erste Versammlung der WDM Wasserversorgung statt. Dem Voranschlag 2013 wird zugestimmt.